Korfu Stadt / Griechenland – Argostoli – Kefalonia / Griechenland

Korfu Stadt / Griechenland – Paxos & Antipaxos / Griechenland – Korfu Stadt / Griechenland
17.-23.09.2017

Nach einer kurzen Abkühlung und Hellenas ersten Sprung ins kühle Nass, geht es für uns nach Petriti. Der Weg ist nicht weit und so ankern wir kurze Zeit später neben Marcus und Susanne, die seit gestern in Petriti sind. Gemeinsam essen wir bei den zweien an Bord Kuchen, trinken Kaffee und plauschen ein wenig.

Marcus hat sogar ein Geschenk für uns. Passt super zu den Solarlichtern von Hellena 🙂

 

Zum Nachmittag fahren wir mit unseren Beibooten an Land und schauen uns die Strandbars an. Die Panorama-Bar ist ganz besonders schön. Überall hängen zwischen Bananenstauden und Olivenbäumen Hängematten und das Wasser ist beinahe zu klar um wahr zu sein.

Nach einem kalten Bier geht es für uns wieder zu Pelican, wo wir den Abend ausklingen lassen. Am nächsten Morgen erkunden wir die kleine vorgelagerte Insel von Petriti.

Aus der Nähe betrachtet, dann aber doch eher eine Heimat für die Möwen, ein paar schöne Fotos entstehen trotzdem.

Marcus packt dann an Bord sogar noch seine Drohne aus und besucht uns damit auf der Insel.

Wieder an Bord hissen wir die Segel und nehmen Kurs in Richtung Lakka auf Paxos.

Wir sind darauf vorbereitet, dass zwischen Korfu und Paxos etwas mehr Wind kommen wird und so reffen wir kurz hinter der letzten Landzunge von Korfu vorsorglich die Segel. Der Wind pfeift uns bald darauf auch schon um die Ohren und treibt uns trotz gerefften Segeln und ordentlich Schräglage mit gut 7 Knoten voran.

Besonders aufregend für Hellena sind die ansehnlichen Wellen die uns von der Seite erwischen. Nach einem ordentlichen Ritt segeln wir in die Bucht von Lakka. Wieder ist es hier furchtbar eng aber mit Pelican bekommen wir doch noch einen kleinen Platz. Wir sind jetzt alle ein wenig geschafft und entspannen uns erst einmal, bevor wir uns dann fertig machen um Hellena Lakka zu zeigen.

Wir spazieren durch die engen Gassen

und gönnen uns zum Abschluss einen Cocktail in einer der Bars.

Als wir das erste Mal die Westküste von Paxos erkundet haben, war uns klar, das müssen wir Hellena zeigen! So nehmen wir früh den Anker hoch und fahren zunächst zu den vielen Höhlen.

Dann führt es uns weiter zu diesem wunderschönen Strand.

 

Und letztendlich in Karl und meine einsame Bucht. Auch heute sind wir hier wieder allein und können diese atemberaubende Kulisse in vollen Zügen genießen.

Zur Krönung des Tages, fahren wir nach Antipaxos, in eine Bucht, die uns Marcus als „karibisch“ beschrieben hat. Er sollte Recht behalten. Gemeinsam mit Marcus und Susanne ankern wir vor einem wirklich wunderschönen Strand.

Pelican hat gerade noch einen halben Meter unter dem Kiel, doch der feine Sand stellt kein Problem dar.

Das seichte Wasser und das türkise Schimmern sind atemberaubend. Morgen werden wir früh aufstehen um noch alles zu erkunden, bevor die Ausflugsboote den Strand bevölkern. Wie gesagt, so getan. Um 7.30 Uhr klingelt der Wecker und nach einem kurzen Kaffee, springen wir ins Wasser.

Gegen 9 Uhr wird der Wind etwas stärker und wir entscheiden uns den Anker zu lichten, um heute noch zurück nach Petriti zu fahren. Nach gut 30 Seemeilen erreichen wir unser Ziel und entdecken das Boot eines Seglers, den wir in Korfu Stadt kennengelernt hatten. Während Karl zu ihm rüber fährt, verbringen Hellena und ich Zeit zu zweit mit Quatschen. Am Abend kocht Hellena für uns Spaghetti mit Tomatensoße. Den nächsten Tag verbringen wir zwischen Niesel, Sonnenschein und Wind an Bord und vor Anker

bevor wir am Abend in einer sehr guten Taverne essen gehen.

Heute kämpft sich die Sonne durch und der Wind wird etwas weniger. Wir steuern Korfu Stadt an, wollen aber an der Start- und Landebahn einen Stopp machen, um die Flugzeuge zu beobachten. Auf dem Weg dorthin kehrt unser Anglerglück wieder zurück an Bord. Wir haben einen Bonito gefangen!

Glücklich fahren wir ein paar Meilen weiter und lassen dann den Anker vor dem Flughafen fallen. Hellena und ich machen das Beiboot klar und fahren los, um direkt unter den landenden Flugzeugen zu sein.

Da unten fahren wir.

Mit tosendem Dröhnen fliegen die Passagierflugzeuge verschiedenster Airlines minütlich hunderte Urlauber an ihr Ziel.

Zum Abend fahren wir wieder vor Anker nach Korfu Stadt und machen einen kleinen Spaziergang durch den Ort.

Morgen wollen wir die Insel noch ein wenig mit dem Auto erkunden und so organisieren auf unserem Spaziergang noch einen Mietwagen. Wir starten am frühen Morgen mit dem Auto an der Ostküste Richtung Norden. Wie ich schon erwähnt hatte war ich mit meinen Eltern in meiner Kindheit beinahe jeden Sommer auf Korfu. So nutzen wir heute die Gelegenheit einige meiner Kindheitserinnerungen zu besuchen. Auch schauen wir uns den Canal d’amour Beach an. Als wir gestern durch die Stadt von Korfu geschlendert sind, habe ich ein Bild davon auf einer Postkarte gesehen. Wie früh man aufstehen muss oder in welcher Saison man hier sein muss um den Canal so zu sehen, wie auf dem Foto, ist mir leider nicht klar. Der Ort als solches ist ein typischer Touristenort, hauptsächlich hören wir englisch, deutsch und russisch. In Scharen pilgern die Touristen zum Canal, strecken ihre Selfistangen in die Luft und posen was das Zeug hält. Am Strand stehen die Liegen dicht an dicht. Ein paar wenige Schnappschüsse gelingen uns jedoch schon.

Schnell sehen wir zu, hier weg zu kommen.

Über die Berge fahren wir zum Schluss zu der Bar „La Grotta“, von der ich ebenfalls schon berichtet hatte.

Bei einem kühlen Getränk schauen wir den Springern zu und zum Schluss trauen wir uns sogar selbst.

Leider ist so ein Tag nicht unendlich und leider gilt das auch für den Urlaub von Hellena. Zurück an Bord von Pelican werden wir noch zu einem Glas Wein auf ein anderes Boot eingeladen, bevor Hellena dann wirklich packen muss. Morgen fliegt sie wieder nach Hause.

Korfu Stadt / Griechenland – Poros – Lefkas / Griechenland
24.-27.09.2017

Früh am Morgen klingelt unser Wecker. Wir bringen Hellena zum Flughafen, eher wiederwillig. Jetzt sind wir also wieder zu zweit. Zurück auf Pelican, machen wir klar Schiff, lichten den Anker und fahren zur Morgendämmerung raus aus der Bucht mit Kurs auf Preveza.

Preveza ist eine Stadt am Festland und an ihr vorbei fährt man in den Ambrakischen Golf. Der Weg dorthin ist weniger spannend. Weder können wir Segeln, noch fangen wir einen Fisch. So schlafen wir abwechselnd, lesen und vertreiben uns die Zeit.

Kaum sind wir durch die Einfahrt des Golfs wird das Wasser trüber und überall sind Fischfarmen verteilt. Umringt von hohen Bergen und durchzogen von kleinen, grünen Inseln wirkt der Golf wie eine kleine eigene Welt.

Wir entdecken sogar einen Delfin der sich zwischen den Fischzuchten an den ausgebüxten Fischen bedient. Wir ankern vor Vonitsa und lassen den Abend in einer Bar ausklingen. Der nächste Morgen empfängt uns regnerisch und grau. Als wenn mein Körper das schon geahnt hat, fühle ich mich heute etwas kränklich. So verbringe ich den Tag im Bett, während Karl mir einen Tee nach dem anderen kocht. Am späten Nachmittag kommt die Sonne raus und auch ich fühle mich langsam besser. Da der Wind heute Nacht etwas stärker werden soll, ankern wir ein paar Meter weiter in die kleine Bucht N. Kukuvitsa um.

Wir fahren mit unserem Beiboot an Land und machen einen kleinen Spaziergang, der in der Bar von gestern Abend endet.

Heute sind wir mit Marcus und Susanne in Meganissi verabredet. So starten wir früh am morgen, sehen bei der Ausfahrt den Fischern zu, kämpfen uns den Weg durch Schwärme von Möwen und sichten sogar ein paar Schildkröten die ihren Kopf neugierig aus dem Wasser strecken.

Der Kanal von Lefkas begrüßt uns mit einer Brücke, die einmal in der Stunde öffnet.

Wir sind überpünktlich und warten 20 Minuten. Kaum schwenkt die Brücke auf, starten auf beiden Seiten alle Boote ihre Motoren und legen die Gashebel auf den Tisch.

Hier muss selbst die Feuerwehr mit Martinshorn geduldig warten bis die Brücke wieder schließt.

Ich komme wir vor als hätte ich den Startschuss einer Regatta überhört.

Es regnet nicht, es ist nicht kalt und auch noch nicht all zu spät. Da fragt man sich doch, wo die Menschen in ihrem Urlaub so dringen hin hetzen müssen. Wir haben Zeit und so kommen wir zum Abend in Port Atheni / Meganissi an, wo Marcus und Susanne schon mit dem vorgewärmten Grill auf uns warten. Gemeinsam verbringen wir einen sehr schönen und langen Abend. Zum wach werden schlendern wir am nächsten Morgen durch das Örtchen und trinken an Bord von Marcus noch einen Kaffee. Gegen Mittag lichten wir den Anker um nach Argostoli auf Kefalonia zu fahren.

Nachdem wir dann jedoch einige Seemeilen hinter uns gebracht haben, dreht der Wind und droht nun bis nach Argostoli von vorn zu wehen. So entschließen wir uns heute noch einen Stopp in Poros auf Lefkas zu machen. Die Entscheidung war richtig, hier liegen wir ruhig, auch an Land ist nicht mehr viel los. Wir fahren ein wenig mit dem Beiboot herum und genießen den restlichen, sonnigen Tag.

Pilos – Lefkas / Griechenland – Argostoli – Kefalonia / Griechenland
28.-30.09.2017

Heute geht es dann aber wirklich nach Argostoli.

Mit der aufgehenden Sonne segeln wir so lang es der Wind zulässt, bis wir dann doch wieder „Motoren“ müssen.

Kurz vor unserem Ziel rollt eine dunkle Unwetterwand auf uns zu. Während wir alles festzurren und uns auf ein schnelles Anlegemanöver vorbereiten, blitzt es in den hohen Bergen von Kefalonia immer wieder.

Gerade noch rechtzeitig legen wir in der Marina von Argostoli an. Die Marina ist verlassen, wurde nie fertig gebaut. So stehen hier einige verlassene Segelboote, zusammen mit kleinen Fischerbooten und ein paar noch bewohnten Segelboten. Es gibt weder Wasser noch Strom, dafür möchte aber auch keiner Geld. Da der Wind in den nächsten Tagen stärker werden soll und die Ankerplätze für solch einen Wind rar sind, liegen wir hier perfekt. Als es stark anfängt zu regnen nutzen Karl und ich die Chance und putzen Pelican die Salzkruste vom Deck.

Danach belohnen wir uns mit einem warmen Nutella-Kakao. Wir wollen uns in den nächsten Tagen Kefalonia mit dem Auto ansehen und so laufen wir mit den ersten Sonnenstrahlen am nächsten Morgen in die Stadt. Nach einem kurzen Spaziergang werden wir schnell fündig. Dank Saisonende bekommen wir für 60€ ein Auto für drei Tage. Als wäre der Tag damit nicht schon erfolgreich genug, sichten wir sogar noch Schildkröten im Hafenbecken.

Nach einem kurzen Mittagsschlaf an Bord fahren wir nach Karavomilos wo eine der bekanntesten Sehenswürdigkeit von Kefalonia, der See der Melissani Cave, mündet. Der kleine See ist von Gänsen bevölkert und fließt,durch einen Damm eingeengt und eine Wassermühle gebremst, ins Meer.

Die Kulisse wirkt schon sehr merkwürdig, wenn man sich bewusst macht, dass man im Mittelmeer ist. Als es langsam dunkel wird, fahren wir zurück zu Pelican und spazieren nochmal in die Stadt um eine Pita zu essen und einige Bars anzuschauen.

Nachdem wir am Morgen noch einmal bei den Schildkröten vorbei gesehen haben,

geht es nun los mit unserer Inselrundtour. Wir nehmen uns die „größten“ Straßen vor und fahren diese ab. So kommen wir an den Mounda Beach, wo Schildkröten nisten,

fahren die Küste entlang und entdecken dabei den berühmten Myrtos Beach

und schlängen uns über Serpentinen durch die atemberaubende Kulisse der Berge.

Man beachte die Ziege HINTER dem Zaun!

Erschöpft von den Eindrücken des Tages, reicht es am Abend gerade noch für ein Bier auf der Kaimauer.

2 Gedanken zu „Korfu Stadt / Griechenland – Argostoli – Kefalonia / Griechenland

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