Lakka – Paxos / Griechenland – Ormos Garitsas – Korfu / Griechenland

Lakka – Paxos / Griechenland – Antipaxos / Griechenland
29.08. – 06.09.2017

Die letzte Woche haben wir damit verbracht, uns mit anderen Seglern auszutauschen. Das ist das verheerende an einer Bucht in der viel Betrieb herrscht. Jeden Tag kommen neue Boote mit interessanten Menschen und so trifft man sich abends auf ein, zwei Gläschen Wein, tauscht Erfahrungen aus und hilft am Ende des Abends dem schwankenden Gast ins Beiboot. An einem Abend haben wir noch nicht genug und steuern daher die letzte Bar im Ort an, die noch offen hat. So lernen wir Ninos kennen, dem eine Taverne im Ort gehört. Wir sind herzlich eingeladen am nächsten Tag bei ihm zu essen. So genießen wir einen weiteren wundervollen Abend und geraten später sogar noch in eine sehr griechische Geburtstagsfeier eines Kochs. Nachdem dann die letzten starken Winde über uns hinweg gezogen sind, heißt es für uns Kurs auf Antipaxos. Wir wollen schließlich noch ein wenig mehr sehen. Es ist perfektes Segelwetter uns so fahren wir gemächlich die Ostküste von Paxos Richtung Süden und kommen am Nachmittag in einer süßen kleinen Bucht auf der Ostseite von Antipaxos an.

Die zwei Segelboote die bei unserer Ankunft noch in der Bucht sind, ziehen zum Abend weiter und so haben wir den Abend die Bucht für uns allein.

Als es dunkel wird, beobachten wir wie der Vollmond aufgeht und versuchen Sternbilder zu entdecken.

Antipaxos / Griechenland – Ormos Levkimmis – Korfu / Griechenland
07.-10.09.2017

Am nächsten Morgen sind wir immer noch allein und so soll es über den Tag auch bleiben. Nur zwei kleine Mietboote leisten uns kurz Gesellschaft. So zieht der Tag an uns vorüber und wir genießen die Ruhe um uns.

Am nächsten Tag entschließen wir uns nach Sivota, eine dem Festland vorgelagerte Insel, zu fahren. In der kommenden Nacht soll ordentlich Wind mit einem heftigen Gewitter kommen. Da sind wir bei Sivota sicherer. Wieder haben wir angenehmes Segelwetter und gegen Nachmittag kommen wir dann in einer wunderschönen Bucht an.

Nachdem wir Pelican sicher geankert haben, machen wir das Beiboot klar und fahren einmal um die Insel.

Es ist wirklich hübsch hier, keine hohen Hotelburgen, seichtes Wasser. Wieder an Bord machen wir alles Wind und Wetter fest bevor wir uns schlafen legen.

Gegen 01 Uhr wachen wir beide auf. Die Böen werden stärker und der Himmel wird immer wieder taghell erleuchtet von dem langsam aufziehenden Gewitter. Karl schaltet gerade zur Sicherheit all unsere Sicherungen aus, da peitscht der Wind ohne Vorwarnung die Berge hinunter. Wir stehen im Salon und es fühlt sich beinahe so an, als würde eine gigantische Faust unseren Mast packen und einmal kräftig durchschütteln. Alles vibriert und unsere Sachen fangen an zu rutschen, weil Pelican eine ordentliche Schräglage bekommt. Karl macht den Motor an und versucht ein wenig gegenzusteuern. Nicht nur die Dunkelheit, auch der nun peitschende Regen macht es uns schwer überhaupt etwas zu erkennen.

So schnell wie alles über uns hereingebrochen ist, so schnell ist der Spuck auch wieder vorbei. Die Abstände zwischen den Böen werden größer und der pladdernde Regen wird weniger. Wir ziehen uns die Regenklamotten an, stellen uns raus und beobachten das Gewitter über uns hinweg zieht. Langsam werden wir müde und so kuscheln wir uns wieder ins Bett und schlafen über das Plätschern des Regens ein. Am nächsten Morgen ist alles, als wäre nichts passiert. Die Sonne lässt das Wasser kristallklar schimmern und so erkunden wir die Gegend um uns herum.

Dann, wie auf Knopfdruck, ist die Idylle wie weggeblasen. Ein Ausflugsboot nach dem anderen kommt mit Getöse angerauscht. Sie laden hunderte Touristen auf dem kleinen Strand und ankern dann dicht neben uns.

Auf Rücksicht muss man hier nicht hoffen. glücklicherweise ist auch dieser Spuck schneller vorbei als gedacht und so können wir den Rest des Tages wieder in voller Ruhe genießen. Am nächsten Morgen wird es uns dann doch zu bunt und so entschließen wir uns wieder nach Korfu zu fahren. Wir finden eine ausladende Bucht, Ormos Levkimmis. Der Ankergrund ist perfekt, hier werden wir für den starken Wind der morgen angesagt ist, gut geschützt sein. Anderthalb Meilen von uns entfernt, liegt das kleine Örtchen Petriti. Dorthin machen wir einen kleinen Ausflug und entdecken dem Ort vorgelagert eine kleine Insel mit einer griechischen Flagge darauf.

Wir erfahren, dass hier einmal eine kleine Kirche stand und das Kreuz mit der Flagge nun als Denkmal dient. Ich hatte mir etwas mehr mit Piraten vorgestellt, aber so ist es auch nett. Wieder zurück an Bord, machen wir Pelican wieder windfest und legen uns dann schlafen.

Ormos Levkimmis – Korfu / Griechenland – Ormos Garitsas – Korfu / Griechenland
11.-16.09.2017

Am nächsten Tag lassen wir den Sturm über uns wüten. Wir beobachten wie die Wolken an uns vorbei ziehen und verbringen den grauen Tag mit lesen.

Wenn ein Tanker wegen dem Wind ankert, weißt du, es wird ernst.

 

Als der starke Wind am nächsten Tag nachgelassen hat, weht ein perfekter Segelwind. So gleiten wir mit voller Besegelung und 6 Knoten Geschwindigkeit nach Ormos Garitsas, der Bucht von Korfu Stadt.

Schon beim Anlaufen der Bucht, entdeckt Karl die „Solar Wave“, ein Motorkatamaran der lediglich durch Solar betrieben wird. Der frühere Eigner und Leiter dieses Projektes hat ein Buch über Bootselektrik geschrieben, welches Karl’s Bibel ist. So schnappt er sich, kaum ist unser Anker gefallen, das Beiboot und schaut auf einen Besuch vorbei. Als er wieder an Bord kommt, habe ich einen Browniekuchen fertig, den wir mit einem Kaffee genießen. Am Abend bekommen wir Besuch von Javier. Er ist Spanier und hatte zu Hause eine Zahnarztpraxis, bald ist ihm aber bewusst geworden, dass ihn dieses Leben nicht glücklich macht. Kurzer Hand hat er sich ein Boot gekauft und ist seitdem allein unterwegs. Seine Freundin kommt ihn für einige Abschnitte besuchen. Auch er hält seine Reise in einem Blog fest, schaut doch einmal vorbei: „veleromissregina.blogspot.gr“ Wir verbringen einen schönen, langen, bierreichen Abend miteinander. Am nächsten Tag, zieht es uns ans Land. Korfu Stadt ist wunderschön.

Mit ihren engen Gassen, den Straßen mit Kopfsteinpflaster und den vielen, kleinen, besonderen Läden lädt sie zum Träumen ein.

So verbringen wir den ganzen Tag schlendernd und lassen uns treiben. Am Abend fahren wir noch auf ein Bier bei Javier vorbei. Die nächsten zwei Tage verbringen wir mit Markus und Susanne auf ihrer Lagoon 450. Markus haben wir in Lakka auf Paxos kennengelernt. Dort war er mit einem Freund unterwegs, jetzt ist er, nach einem kurzen Heimatbesuch mit seiner Freundin zurück. Zusammen verbringen wir eine wunderschöne Zeit, schnell wird klar, dass wir uns so schnell nicht aus den Augen verlieren wollen. Zum Ende der Woche heißt es dann wieder alles klar Schiff machen, wir bekommen Besuch. Meine beste Freundin Hellena kommt und vorher steht Putzen, Diesel tanken und einkaufen auf dem Plan. Von Markus erfahren wir von einem kleinen Fluss der vom Meer direkt an einen improvisierten Steg führt, den nur eine Straße von einem Lidl trennt.

Diese Gelegenheit nutzen wir und haben so auf einfachstem Weg in 3 Stunden alles erledigt.

Am späten Samstag Abend holen wir Hellena vom Flughafen ab. Wir freuen uns riesig und haben uns viel zu erzählen.

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