Porto Pozzo – Sardinien / Italien – Bucht vor Romazzino – Sardinien / Italien

Porto Pozzo – Sardinien / Italien – Palau – Sardinien / Italien
01.08.2017

Es ist Besuchstag! Heute kommt Karls Bruder mit seiner Familie an Bord. Sie landen spät am Abend und wir haben noch einiges zu tun.

Früh segeln wir daher nach Palau, ein kleiner touristischer Ort, welcher der beste Startpunkt für unser geplantes Buchtentingeln ist. Hier holen wir unseren Mietwagen, ganz klassisch ein Fiat 500, ab und nutzen gleich die Chance für einen Großeinkauf. An der Kasse funktioniert das Kassenband nicht mehr unter der Last unseres Einkaufs und auch unser kleiner Flitzer hat zu kämpfen. Nach einigen Malen hin und herfahren mit dem Beiboot ist der ganze Einkauf an Bord. Dort wird alles verstaut und ich mache mich daran, Pelican besuchsfein zu machen. Karl schleppt in der Zeit Wasserkanister. Das hat bald auch ein Ende, wenn wir endlich unseren Wassermacher in Betrieb nehmen können. Als Pelican rausgeputzt ist, haben wir noch Zeit um zu einer kleinen Self-Service-Wäscherei zu fahren. Auf dem Weg finden wir noch einen Angelladen in dem wir unser Anglerglück mit Angelzeug und einer Harpune aufbessern. Am Abend fahren wir dann zum Flughafen und als sich die Türen zur Ankunftshalle öffnen freut sich vor allem die kleine Linda ihrem Onkel Karl in die Arme zu springen. Jetzt muss unser Fiat wieder dran glauben, zu fünft quetschen wir uns mit 2 Handgepäcksstücken und einem großen Koffer in den kleinen Wagen. Am Hafen und auf Pelican angekommen, schaffen wir es gerade noch unsere Schlafplätze einzurichten und schlafen dann alle ermattet ein.

Palau – Sardinien / Italien – La Maddalena – Sardinien / Italien
02.-09.08.2017

Nach einem ausgiebigen Frühstück und dem ersten Planschen am Hafenstrand, starten wir unsere Buchtentour. Das Maddalena Archipel, welches im Norden von Sardinien liegt, hat den Ruf karibische Strände zu bieten. Die wollen wir sehen und so verbringen wir unseren ersten Tag damit, ein paar Buchten abzuklappern.

Zum Abend entdecken wir an der Ostseite der Insel Spargi tatsächlich eine Traumbucht. Weißer, feiner Sandstrand und türkises Wasser wie man es eigentlich nur von der Googlesuche „Karibik“ kennt.

Während Karl und ich die Bucht erschnorcheln, baut Linda am Strand ganze Sandschlösser. Hier bleiben wir jetzt für immer, beschließt sie. Den nächsten Tag starten wir somit wieder mit ausgiebigen Planschen im glasklaren Wasser, bis wir zum Mittag die Kehrseite erleben. Die Bucht wird belagert von kleinen Schlauch- und großen Ausflugsbooten. Ist ja auch selbstverständlich, dass solche Buchten davon nicht verschont bleiben. Unter viel Geschaukel an Bord, verbringen wir trotzdem einen schönen Tag. Die Tage darauf verbringen wir damit, noch weitere Buchten zu erkunden. So entdecken wir auch weitere wunderschöne Ecken,

segeln,

entdecken die Unterwasserwelt

und lassen einfach die Seele baumeln.

Ein besonderes Highlight sind die selbst gemachten Pizzen am Abend.

Sardinien ist wirklich schön, leider sind die Buchten aber viel zu überlagert und das meist mit unzähligen Motoryachten vom Typ „höher, schneller, weiter“. Die Woche geht vorüber wie im Flug und so kommt der Abreisetag schneller als erhofft. Wir mieten uns wieder ein Auto (diesmal einen größeren Fünfsitzer) und fahren die Küste entlang Richtung Flughafen. Auf dem Weg kommen wir durch Porto Cervo und das Spektakel müssen wir uns genauer ansehen.

Vor einem Jahr sind Karl und ich auf einer Autoreise mit unserem Smart durch Monaco gefahren und wir können definitiv sagen: Gegen Porto Cervo ist Monaco ein Witz was die Anzahl und Größe der Yachten betrifft.

Das ist dann nun nicht wirklich unsere Welt und so geht es weiter Richtung Flughafen. Wir fahren über die Berge und als wir um eine der zahlreichen Kurven biegen, sticht uns dort in einer Bucht ein Koloss ins Auge. Die A, die zur Zeit größte, private Segelyacht der Welt. 143 Meter lang, 25 Meter breit, 90 Meter hoch.

Die SY A steht rechts, neben der Landzunge.

Was für ein Erlebnis, selbst aus der Entfernung. Die zahlreichen Megayachten mit 60, 80 oder 100 Metern Länge sehen daneben aus wie Spielzeug. Beeindruckt fahren wir weiter und Karl muss sich am Steuer konzentrieren, die A nicht weiter am Horizont zu verfolgen, über die Schönheit des Schiffes wird man definitiv geteilter Meinung sein. In Olbia angekommen essen wir gemeinsam noch ein Eis und und durchstöbern Souvenirläden bis es dann am Abend zum Flughafen geht. Nach einer herzlichen Verabschiedung sind Karl und ich wieder zu zweit. Über Umwege fahren wir zurück zu Pelican und lassen uns dabei über die Insel treiben. Auf einem Berg machen wir an einem Aussichtspunkt Stop, genießen ein kühles Bier und beobachten die A die neben einer winzig erscheinenden Insel vor Anker liegt.

Palau – Sardinien / Italien – Bucht vor Romazzino – Sardinien / Italien
10.08.2017

Am Morgen ist wieder Putzen, Wäsche waschen und einkaufen angesagt, bis wir am Mittag unser Auto wieder abgeben. Wir haben beschlossen uns die A einmal vom Wasser aus anzusehen und so hissen wir die Segel um Fahrt in Richtung Costa Smeralda aufzunehmen. Der Wind fegt heute stark um die Landzungen für uns aber von achtern und somit optimal. So treiben uns Wind und Wellen ordentlich voran. Auf halber Strecke piepst unser AIS, von hinten kommt eine 44 Meter Segelyacht. Das muss schon besonders sein und als es in Sichtweite kommt, sehen wir wie besonders. Es ist die SY Hemisphere, der größte Segelkatamaran der Welt.

Hier muss selbst ich mir eingestehen, das Ding ist wirklich ziemlich schick. Sprachlos sehen wir es an uns vorbei gleiten. Dann rüttelt uns der Wind aus unserem Staunen, er nimmt schlagartig zu und Pelican neigt sich immer weiter. Karl macht eine Bucht aus, in die wir erst einmal flüchten. Nachdem der Anker gesetzt ist, stellen wir fest, dass wir es hier gar nicht so schlecht getroffen haben. Hier bleiben wir über Nacht. Nach einem kleinen Schläfchen, erkunden wir die Unterwasserwelt um uns herum.

Safety first, wir haben jetzt eine Boje zum Schnorcheln.

Sogar eine Muräne erspähen wir, halten aber gehörig Abstand, da sie sich senkrecht aufrichtet und uns bewegungslos wie eine Kobra anstarrt.

Wieder an Bord gibt es eine Pizza bevor wir uns von Pelican und den Wellen in den Schlaf schaukeln lassen.

1 Gedanke zu „Porto Pozzo – Sardinien / Italien – Bucht vor Romazzino – Sardinien / Italien

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.