Ècluse du Logis-Neuf / Frankreich – Port St. Louis / Frankreich

Ècluse du Logis-Neuf / Frankreich – Viviers / Frankreich
12.07.2017

An der Schleuse wird es morgens etwas schaukelig als die ersten Berufsschiffe in die Schleuse einfahren und so fahren wir früh los in Richtung Viviers. Es verspricht ein wohl hübsches Dörfchen zu sein und wir hoffen einen der wenigen Liegeplätze zu ergattern. Neben der immer mediterraner  werdender Landschaft, entdecken wir auch attraktive Bauwerke…

In Viviers angekommen, machen wir uns erst einmal daran, einen Termin für das Maststellen zu bekommen und im Handumdrehen sind wir bei Navy Service in Port St. Louis für nächste Woche Mittwoch angemeldet. Danach wird uns in der Mittagshitze viel zu warm und wir entschließen uns einen kleinen Badeausflug mit dem Beiboot zu machen.

Anschließend besichtigen wir die kleine Stadt. Sie ist wirklich wunderschön und besonders ich bin begeistert von den engen Gassen, den liebevoll gepflasterten Straßen und dem tollen Ausblick.

Viviers / Frankreich – Avignon / Frankreich
13.07.2017

Nachdem Karl und seine Mama noch frisches Brot im Ort gekauft haben, machen wir uns auf den Weg nach Avignon.Die Strömung von ca. 4,5 km/h zusammen mit dem sich aufbäumenden Mistral mit 40 Knoten aus nördlicher Richtung lassen uns nur so dahingleiten. Zwischendurch schieben sich größere Wellen unter unser Heck, sodass Pelican ihre ersten Surfstunden mit uns erlebt. Auf unserem Weg passieren wir eine Schleuse mit einem Hub von unfassbaren 26 Metern, treffen auf einen Windsurfer und treiben an der schönen Landschaft vorbei.

Avignon empfängt uns so gleich mit einem seiner berühmtesten Wahrzeichen, der Pont Saint-Bénézet, besser bekannt als Pont d’ Avignon aus dem Kinderlied „Sur le pont d’Avignon“.

Nachdem wir ein Plätzchen für Pelican gefunden haben, begeben wir uns auf Entdeckungstour zum Palais des Papes.

Von hier oben haben wir einen atemberaubenden Blick und wir haben Glück: Der Juli ist der Monat des Theaters in Avignon und so treten an jeder Ecke Performancekünstler auf um ihre Kunst unter die Leute zu bringen. So lassen wir uns etwas durch die Stadt treiben und lassen den Abend dann an Bord ausklingen.

Avignon / Frankreich – Port St. Louis / Frankreich
14.07.2017

Vive la france! Es ist Nationalfeiertag und die entsprechenden Zeremonien an diesem Tag wollen wir in dem nicht weit entfernten Arles bestaunen. So machen wir uns auf den Weg und erleben eine Enttäuschung. Spundwände so weit das Auge reicht aber keine Möglichkeit zum Festmachen. Es gibt einen kleinen Schwimmsteg, dieser ist allerdings belegt mit Fischerbooten.

Er hat wohl auch keinen Platz mehr bekommen.

Etwas enttäuscht fahren wir erst einmal weiter. Ein Blick auf die Karte zeigt, jetzt ist es nicht mehr weit nach St. Louis, dem Tor ins Mittelmeer. Da auf dem Weg dorthin auch kein weiterer Platz zum Anlegen kommt, entschließen wir diesen für uns großen Schritt bereits heute anzugehen. Da rückt der Nationalfeiertag für uns erst einmal in den Hintergrund. Karl findet heraus, dass die Schleuse von St. Louis nur 4 Mal am Tag für Sportboote öffnet und so klemmen wir uns an ein Berufsschiff, welches knapp vor uns fährt, in der Hoffnung mit ihm geschleust zu werden. Und unsere Rechnung geht auf, wir fahren mit dem Schiff ein und sind auf einmal wahnsinnig aufgeregt.

Die letzte Schleuse, die uns noch vom Salzwasser trennt.

Es ist nur eine Schleuse, das kennen wir, das machen wir seit Wochen täglich im Schlaf. Dass aber dahinter dieses Meer liegt, nach dem wir uns jetzt seit Wochen sehen, macht alles spannender. Nach einem Hub von unglaublichen 10cm (!) öffnen sich die Tore und aus unserem Gesichtern trieft das Glück.

Wir finden einen schönen Platz an der Kaimauer der kleinen Stadt und testen das erste Mal Salzwasser und bestaunen Pelicans Pelz, der sich auf unserem Weg durch die Binnengewässer angesammelt hat.

Es wird langsam dunkel und der Platz am Hafen füllt sich mit Menschen. Es ist Hafenfest und außerdem muss der Nationalfeiertag gefeiert werden und so feiern wir mit den Franzosen diesen Tag. Wir ein wenig mehr, endlich den ersten großen Schritt geschafft zu haben –
WIR SIND AM MITTELMEER!

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