Haybes / Frankreich – Neuville – Day / Frankreich

Haybes / Frankreich – Château Regnault / Frankreich
24.06.2017

Um heute ein paar Kilometer zu schaffen, stehen wir zeitig auf. Vorher besuchen wir noch den örtlichen Bäcker, bei dem wir uns eine Schlemmerbox gönnen.

Wo sonst kann man solch frisches Baguette und Croissants bekommen, als in einem kleinen französischen Dorf. Kurz nachdem wir starten, kommt die erste Schleuse mit Selbstbedienung. Etwas vor dem Schleusentor befinden sich Empfängerstationen die wir mit unserer Fernbedienung anfunken.

 

 

Danach geht die Schleuse mit rot/grün in Vorbereitung und öffnet meist ziemlich flott. In der Schleuse, gibt es dann eine blaue und eine rote Stange. Die blaue betätigen wir zum Einleuten des Schleusenvorgangs, die rote ist für Notfälle.

Das funktioniert soweit sehr gut, bis wir auf eine rot/rote Schleuse zufahren. Vor uns dümpelt auch bereits ein Motorboot, hier ist also warten angesagt, die Schleuse ist gesperrt. Kurz nachdem wir mehr schlecht als recht an einem Poller festgemacht haben, springt die Schleuse wieder an, es kann weiter gehen. Das Motorboot vor uns ist aber so freundlich und betätigt die blaue Stange kurz bevor wir das Schleusentor passieren konnten. Somit kommen wir erst in der nächsten Runde dran. Und wie soll es anders sein, kaum schließen die Tore rührt sich nichts mehr. Wir betätigen also die rote Stange und warten. Glücklicher Weise ist dann doch schnell jemand da, der die Schleuse wieder in Gang bringt.

Leider wird dies heute weder das einzige Mal sein, dass wir die rote Stange betätigen müssen, noch dass wir mit dem Egoismus unserer Mitschleusenden konfrontiert werden. Entweder wird die blaue Stange gezogen bevor wir die Leinen fest haben oder man schließt uns die Tore vor der Nase. Kein wirklich freudiger Tag aber wenigstens heitert uns zum Abend die Landschaft auf und wir finden in dem kleinen Dorf Château Regnault einen ruhigen Schlafplatz.

Haybes / Frankreich – Écluse la Cassine / Frankreich
25.06.2017

Der Regen weckt uns. Also heißt es wieder rein in die wetterfeste Kleidung und raus mit dem Ingwertee. Nach ein paar, teilweise sehr hübschen Schleusen, verlassen wir den Canal de la Meuse und erreichen den Canal des Ardennes. Dieser ist angekündigt mit einer Tiefe von 2 Metern, wir haben einen Tiefgang von 1.40m. Ab jetzt ist Konzentration angesagt, zumal die Brücken tiefer werden und der Kanal zudem sehr schmal ist. Auch die Landschaft verändert sich.

Die Klippen werden abgelöst von hügeligen Kuhweiden, Feldern und Wäldern.

In St Aignan passieren wir einen Tunnel, dieser ist aber nicht ganz so lang wie der letzte und so trau auch ich mich mal ans Steuer.

Vor der Schleuse Ecluse la Cassine finden wir einen wunderschönen Anlegeplatz an dem wir die Nacht verbringen.

Écluse la Cassine / Frankreich – Neuville – Day / Frankreich
26.06.2017

Heute werden wir unter Garantie unseren Rekord für Schleusen aufstellen. Nachdem wir 3 Schleusen passiert haben, kommt nun eine Schleusentreppe mit sage und schreibe 26 Schleusen.

An jedem Häuschen ist eine Schleuse.

An der ersten Schleuse der Treppe empfangen uns zwei junge Franzosen. Sie empfehlen uns heute Abend vor der 20. Schleuse zu bleiben, da dahinter kein schöner Platz mehr ist und zeigen uns an der Schleuse einen roten Knopf für Notfälle. Kaum sind sie in ihrem Auto hinter der nächsten Ecke verschwunden, müssen wir den Knopf auch schon nutzen. Na das kann ja heiter werden. Die zwei sind sehr schnell wieder da und beheben das Problem mit einem Knopfdruck.und einem schelmischen Grinsen im Gesicht. Wieder erwarten verläuft danach alles wie geschmiert und wir machen uns einen Spaß daraus, eine Bestzeit zu erreichen.

Wie empfohlen, bleiben wir vor der 20. Schleuse in Neuville – Day über Nacht. Das „Feierabend Bier“ haben wir uns nach 21 Schleusen redlich verdient.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.