Roermond / Niederlande – Huy / Belgien

Roermond / Niederlande – Maasbracht / Niederlande
16. – 17.06.2017

Nachdem wir gestern am Leukermeer auf den Weg in Richtung Maasplassen gefahren sind, haben wir am Abend auf einem der Seen in Roermond geankert. Der Weg dorthin war nicht sonderlich spannend ich habe gesteuert und Karl hat unsere Bilge trocken und sauber gemacht. Heute geht es nach einem ausgiebigen Frühstück weiter nach Maasbracht. Dort angekommen, legen wir in einem kleinen Passantenhaven an. Am Montag können wir hier in einem Bootsladen unsere letzten Pakete abholen. Wir finden heraus, dass ein Lidl ganz in der Nähe ist und beschließen uns dort noch einmal mit Lebensmitteln einzudecken.

Wieder an Bord kommen wir mit unseren Stegnachbarn ins Gespräch und so verbringen wir bei einem Dosenbier den Abend gemeinsam bis der Himmel sich tief orange färbt.

Bevor die Sonne gänzlich unter geht, verabschieden wir uns und fahren noch auf den nahe gelegenen See, da wir lieber dort vor Anker den morgigen, sehr heißen Tag verbringen wollen.

Maasbracht / Niederlande – Maastricht / Niederlande
18.06. – 19.06.2017

Bei über 30°C und kaum Wind findet auf dem See eine Regatta statt.

Nachdem wir den gestrigen Tag bei knapp 30°C auf und in dem See verbracht haben, fahren wir heute wieder in den Passantenhaven von Maasbracht um endlich unsere letzten Pakete abzuholen. Es ist ein ordentlicher Fußmarsch in der Hitze bis zu dem Bootsladen aber nicht nur die Pakete sind da, wir können auch noch einiges von unserer Einkaufsliste streichen Wieder an Bord tanken wir noch Diesel für 1€/Liter (!!) und fahren dann weiter entlang der noch recht unspektakulären Maas in Richtung Maastricht.

Auf dem Weg fische ich einen Fender aus dem Wasser.

Kaum erreichen wir die Stadtmauern, verändert sich die Landschaft. Es wird endlich etwas hügelig und Maastricht selbst entlockt uns sogar mal wieder die Linse unserer Kamera.

Kurz vor der belgischen Grenze erreichen wir den Oost-Maarlander See und kaum ist unser Anker gesetzt, springen wir über Bord um uns endlich abzukühlen. Mit dem Beiboot drehen wir noch eine Runde um die kleine Insel auf dem See, danach fallen wir, ermattet von der Hitze, in unsere Koje.

Maastricht / Niederlande – Huy / Belgien
20.06.2017

Es ist schon morgens wieder so heiß wie die letzten Tage und so lassen wir alles ein wenig ruhiger angehen. Als wir Pelican dann klar Schiff machen, springen wir zwischendurch immer mal wieder ins Wasser. Zum einen genießen wir die Abkühlung, zum anderen wissen wir, dass uns in Belgien und Frankreich kaum mehr ein See über den Weg fließen wird. Zum frühen Nachmittag brechen wir dann auf zur Schleuse Lanaye die uns über die Grenze führt. Hier haben wir schon im Voraus gelesen, dass man sich beim Schleusenwärter melden und die Schiffspapiere vorzeigen muss. Einige berichteten auch über Kosten die hier entstehen. Letztendlich lief jedoch alles sehr formlos ab. Ein Schiffsführer von einem anliegenden Schubkahn ruft uns zu, dass wir in die Schleuse fahren können und in der Schleuse macht ein Mann in Uniform auf seinem Roller lediglich ein paar Fotos mit seinem Handy. Danke dir Europa für deine offenen Grenzen! So lassen wir uns nach der Schleuse von der Maas in den Albert-Kanal führen.

Ein Denkmal für König Albert.

Hier wird die Landschaft dann wieder öde, die Industrie hat die Ufer in fester Hand. Lüttich ist die einzige größere Stadt die wir durchfahren, mit Schönheit glänzt diese aber auch nur mäßig.

Mit der Schleuse Visé kommen wir nun zum ersten Mal in das Vergnügen französisch zu sprechen. Mit „Écluse Visé, ici bateaux plaisance Pelican montant“ melden wir uns für die Schleuse an, es kommt auch etwas zurück, was genau können wir nur erahnen. Läuft aber alles einwandfrei und nach der Schleuse empfängt uns der Blick zum Chateau de Chokier.

Um morgen früh nicht im Schiffschaos zu enden, entschließen wir uns auch die nächste Schleuse noch mitzunehmen. So legen wir bereits im Dunkeln in Huy in Sichtweite eines Atomkraftwerks an.

 

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